PLUTEX goes IPv6

18. August 2010 von cde

Unsere ersten Server wurden erfolgreich per IPv6 angebunden. Ein Testserver für die Öffentlichkeit ist online und kann über den Hostnamen ipv6.plutex.de bzw. die IP 2a02:16d0::13 per PING erreicht werden. Weitere Dienste folgen.

Damit ist PLUTEX einer der ersten Server-Anbieter in Deutschland, der Root-Server mit IPv6 liefern kann! Parallelbetrieb von IPv4 und IPv6 ist selbstverständlich möglich.

iPhone 4: mehr Auflösung, mehr Design, mehr Leistung

08. Juni 2010 von cde

Auf der World Wide Developer Conference 2010 in San Francisco hat Apple ein neues iPhone vorgestellt. Es heißt iPhone 4, besitzt eine höhere Auflösung als die bisherigen Modelle und hat eine zweite Kamera, mit der Videotelefonate geführt werden können. Das Design wurde vollständig überarbeitet.

Im neuen iPhone 4 arbeitet der gleiche A4-Prozessor wie im iPad. Der ARM-Chip integriert neben der CPU auch die Grafiklösung sowie den Hauptspeicher. Das iPhone 4 besitzt zudem je nach Version 16 oder 32 GByte Flashspeicher.

Das UMTS-Modem erlaubt 7,2 MBit Down- und 5,8 MBit Upstream, sofern der Netzbetreiber das zulässt, und unterstützt HSDPA und HSUPA. Das WLAN-Modul ist 802.11n-kompatibel, beschränkt sich aber auf das 2,4-GHz-Band. Das neue Gyroskop kann zusammen mit dem Beschleunigungsmesser Sechs-Achsen-Bewegungen erfassen. Das soll vor allem Spielen zugutekommen. Dazu werden den Entwicklern neue APIs angeboten.

Apple hat dem Bekunden von Steve Jobs zufolge über 100 neue Funktionen im iPhone 4 realisiert. Die auffälligste Änderung ist das Design. Das neue iPhone ist 9,3 mm dick und damit dünner als die bisherigen Modelle. Sein Rand besteht aus einem Stahlband, die Vorder- und Rückseite sind aus Glas. Das Stahlband ist Teil der Antennen, die für WLAN, UMTS und Bluetooth benötigt werden.

Das IPS-Display ist vermutlich die größte Überraschung beim neuen iPhone. Es ist wie gehabt 3,5 Zoll groß, erreicht aber eine Auflösung von 326 dpi (960 x 640 Pixel) und damit viermal so viel wie die bisherigen iPhones. Das Kontrastverhältnis liegt bei 800:1. Einzelne Pixel sollen mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sein. Bisherige iPhone-Anwendungen werden unter iPhoneOS 4 hochskaliert.

Das Betriebssystem hat Apple bei der Gelegenheit umbenannt: Aus iPhoneOS 4 wird iOS 4. Das wirft die Frage auf, wie sich das mitCiscos IOS verträgt. Bereits beim iPhone hatten Apple und Cisco gestritten, denn auch diese Marke hatte Cisco vor Apple genutzt. Damals einigten sich die Unternehmen, den Namen iPhone miteinander zu teilen.

Ein Großteil der iOS4-Funktionen wie Multitasking und Ordner für Anwendungen waren vorher bekannt. Dazugekommen ist die Unterstützung für hochauflösende Displays wie dem des iPhone 4 sowie der neuen Kamera. Das E-Book-Programm iBooks läuft unter iOS4 auch auf dem iPhone und muss separat installiert werden. Es zeigt in seiner neuen Fassung auch PDFs an und unterstützt Lesezeichen und Notizen. PDF-Anhänge in E-Mails werden direkt in iBooks geöffnet.

Das iPhone setzt wie schon das iPad eine MicroSIM-Karte ein, die eine verkleinerte Fassung einer gewöhnlichen Sim-Karte darstellt. Die Frontkamera löst 5 Megapixel auf und setzt einen rückseitig belichteten Sensor mit 1,75 Mikrometer großen Pixeln ein. Neben dem Autofokus wurde ein fünffach digitaler Zoom integriert. Einen optischen Zoom gibt es nicht. Erstmals besitzt das iPhone eine LED, die die Frontkamera bei schlechten Lichtverhältnissen unterstützt. Die Kamera zeichnet neben Standbildern alternativ auch Videos mit 720p und 30 Bildern pro Sekunde auf. Den Videos werden bei der Aufnahme die GPS-Daten zugeordnet. Die Kamera-LED kann die Videoaufnahme erhellen und die Videodateien lassen sich innerhalb der iPhone-Anwendung zurechtschneiden und verschicken.

Um die Videos zu bearbeiten, hat Apple mit iMovie for iPhone eine spezielle Anwendung entwickelt, die Themen, Übergänge und Titel sowie eine Zeitleiste beinhaltet. Die Schnittanwendung vereint Videos und erzeugt zu Fotos Kamerafahrten, um sie lebendiger erscheinen zu lassen. Auf Wunsch können die Aufnahmen auch auf der Landkarte verortet werden. Die Videos aus iMovie for iPhone lassen sich in den Auflösungen 360p, 520p und 720p exportieren. Die Anwendung wird von Apple für 4,99 US-Dollar verkauft.

Videotelefonie unterstützt das iPhone 4 derzeit nur über WLAN und in einer eigenen App namens Facetime. Nach Apples Angaben müssen mit den Providern noch Probleme aus dem Weg geräumt werden, bevor die Videotelefongespräche auch über UMTS möglich sind. Für die Videos kann sowohl die Kamera auf der Vorder- als auch auf der Rückseite eingesetzt werden. Wer will, kann auch zwischen den Kameras hin- und herschalten und sie hoch und quer halten.

Die größte Komponente im iPhone 4 ist der Akku. Er soll 7 Stunden Sprechzeit oder 6 Stunden Surfzeit mit UTMS beziehungsweise 14 Stunden Sprechzeit über 2G ermöglichen. Beim WLAN-Surfen sind es 10 Stunden. Ebenfalls 10 Stunden lang reicht er für Videos und 40 Stunden für die Musikwiedergabe. Die Standbyzeit hat Apple nach eigenen Angaben auf 300 Stunden erhöht. Das Gehäuse misst 115,2 x 58,6 x 9,3 mm und wiegt 137 Gramm.

Das iPhone 4 soll mit 16 und 32 GByte Speicherkapazität und weißem oder schwarzem Gehäuse ab dem 24. Juni 2010 erhältlich sein. In den USA kostet es 199 und 299 US-Dollar bei Abschluss eines zwei Jahre laufenden Mobilfunkvertrages. Das iPhone 3GS soll mit Mobilfunkvertrag für 99 US-Dollar verkauft werden. IOS4 soll für das 3GS und das 3G sowie den iPod touch ab 21. Juni 2010 kostenlos zum Download angeboten werden. Deutsche Preise wurden noch nicht mitgeteilt.

Wir warten ungeduldig auf den 24.06…..

15 Jahre PHP

08. Juni 2010 von cde

Am 8. Juni 1995, heute vor 15 Jahren, hob Rasmus Lerdorf mit einem Posting in der Usenet-Newsgruppe comp.infosystems.www.authoring.cgi PHP aus der Taufe. Die “Personal Home Page Tools”, die er seinerzeit in der Version 1.0 verkündete, waren ursprünglich als Werkzeug gedacht, um Bewerbungsanfragen auf einer Website zu verwalten. Sie als Open Source zur Verfügung zu stellen (damals noch unter der GPL, seit Version 4.0 unter der PHP Licence) sorgte dafür, dass Lerdorfs in C geschriebener PHP-Software einem breiten Publikum bekannt wurde.

Mit dem heutigen PHP hat die damalige Version 1.0 nicht mehr viel gemein. Für “ernsthafte” Anwendungen war zuerst PHP/FI (FI steht für “Form Interpreter”) geeignet, die Version 2.0, die im November 1997 erschien. Doch nur hart gesottene Entwickler oder solche, die schon lange dabei waren, beschäftigten sich mit der Skriptsprache, die es Programmierern ermöglichte, mehr Dynamik in ihre sonst statischen HTML-Seiten zu bringen.

Den großen Sprung schaffte PHP mit der Version 3.0, die am 6. Juni 1998 veröffentlicht wurde. Mit ihr wurde die Entwicklung von einer Person auf mehrere Personen verteilt. Zeev Suraski und Andi Gutmans, die Gründer der Firma Zend Technologies, hatten für diese Version die Basis der Sprache neu geschrieben, wodurch sie schneller und moderner wurde.

Es sollte noch einige Zeit dauern, bis moderne Sprachkonstrukte wie Objektorientierung Einzug in die Sprache hielten – mit der Veröffentlichung der Version 4.0 am 22. Mai 2000 bekam PHP nicht nur die Objektorientierung, sondern auch mit der Zend Engine eine Mischung aus Interpreter und Compiler, der in zwei Schritten den Programmcode interpretiert, kompiliert und über einen Bytecode-ähnlichen Mechanismus die so entstandenen Opcodes ausführt. Dadurch wurde die Performance der Sprache deutlich schneller.

PHP versuchte allerdings nicht nur das Web zu erobern, mit dem Release von 4.30 im Dezember 2002 hielt auch CLI (command line interface) Einzug in die Sprache. PHP ließ sich nun ohne lästigen CGI-Overhead auf der Kommandozeile ausführen, Parameter ließen sich bequem parsen und vieles andere mehr. Entwickler, die bisher zusätzlich Shell-Skripte zum Beispiel für das Deployment schreiben mussten, konnten das jetzt auch mit PHP tun und sich so den Zugriff auf bereits vorhandene Komponenten erleichtern.

Als bedeutendsten Wendepunkt der Sprache dürfte die Veröffentlichung von PHP 5.0 im Jahr 2004 gelten. Die neue Zend Engine II erhielt ein aufgefrischtes Objektmodell und in den Folgeversionen, insbesondere mit Version 5.3 im Juni 2009, viele Erweiterungen nebst moderner Sprachkonstrukte wie Namespaces, Closures, Late Static Bindings und nativen PHP-Archiven.

Die Entwicklung an PHP 6.0 stand in den vergangenen zwei Jahren immer wieder auf dem Programm. Es sollte eine vollständige Unicode-Unterstützung bieten, mit der sich selbst Methodennamen in anderen Sprachen wie Chinesisch schreiben lassen sollen. Die Entwicklung daran hakte jedoch immer wieder, sodass einige Funktionen dafür in die Version 5.3 “zurück wanderten”. Welch großen Wurf Version 6 bringen wird und ob sie wie beabsichtigt das “Unicode-Release” wird, lassen die Entwickler noch offen.

PLUTEX gratuliert!

Safari 5 ist da

08. Juni 2010 von cde

Apple hat Version 5 seines Browsers Safari vorgestellt. Sie steht auf der Homepage des Herstellers für Mac OS und Windows zum Herunterladen bereit. Apple hat bislang den Text seiner deutschen Safari-Webseite noch nicht komplett aktualisiert. Über den Button “Safari 4 kostenlos laden” wird dem Nutzer aber die neueste Version des Web-Browsers angeboten.

Eine interessante Neuerung nennt sich Reader. Wenn Safari auf der geöffneten Website einen Artikel erkennt, zeigt er im Adressfeld einen Reader-Knopf an. Drückt der Surfer darauf, präsentiert der Browser nur Text und Bilder des Artikels in einer vergrößerten, scrollbaren Ansicht – keine Navigationselemente der Site und keine Werbung. Der Surfer kann den Text weiter vergrößern, drucken oder per E-Mail versenden. Die Suchbox lässt dem Benutzer jetzt die Wahl zwischen den Suchanbietern Google, Bing und Yahoo.

Unter der Haube hat sich auch eine Menge getan. Die JavaScript-Engine Nitro soll laut Apple Skripte auf dem Mac mit um 30 Prozent schneller als mit Safari 4 und drei Prozent schneller als Chrome 5.0 ausführen. Safari 5 erweitert die HTML-5-Unterstützung um ein ganzes Bündel neuer Funktionen, darunter bildschirmfüllende Wiedergabe und Untertitel für HTML 5-Videos. Mit einemEntwicklerprogramm will Apple Programmierer umgarnen. Sie sollen auf Basis von HTML 5, CSS3 und JavaScript Erweiterungen für den Browser schreiben. Ein neu für Safari 5 vorgestellter Extension Builder soll die Entwicklung, Installation und das Verpacken von Erweiterungen vereinfachen.

Launch des neuen Backup-Systems

04. Juni 2010 von cde

Nach mehrwöchigem Test ist unser neues leistungsfähigeres Backup-System in den Live-Betrieb gegangen. Das neue System bietet eine noch bessere Performance durch eine erhebliche Reduktion der I/O-Last sowohl auf dem System selber als auch auf den Kunden-Rechnern. Für unsere Kunden bedeutet dies vor allem eine Reduzierung des Traffics und damit der Kosten, da nur noch Daten übertragen werden müssen, die sich noch nicht auf dem Backup-System befinden.

PLUTEX auf der BusinessLife 2010 in Bremen

03. Juni 2010 von cde

Ein erfolgreicher Tag auf der Mittelstandsmesse BusinessLife 2010 geht zu Ende. Viele interessante Gespräche und neue Kontakte haben ein sehr positives Bild bei uns hinterlassen. PLUTEX dankt den Veranstaltern und Partnern der Messe.

Ubuntu 10.04 freigegeben

03. Juni 2010 von cde

Die neue Ubuntu-Version 10.04 LTS ist jetzt für alle PLUTEX Server-Varianten freigegeben. Kunden können diese Distribution auf Wunsch in der 32- oder 64Bit-Variante auf ihrem Server betreiben. Bitte beachten Sie, dass es bisher noch keine Plesk-Version für Ubuntu 10.04 gibt. Laut dem Hersteller Parallels wird aber daran gearbeitet.

Steve Jobs: “PCs sind wie Lastwagen”

03. Juni 2010 von cde

Apple-Chef Steve Jobs hat sich auf der Konferenz All Things Digital des Wall Street Journal (WSJ) zu vielen Themen geäußert, die sich in den drei Jahren seit seinem vorigen Auftreten angesammelt haben. Seinerzeit war Jobs erstmals nach einigen Jahren gemeinsam mit Microsoft-Mitgründer Bill Gates aufgetreten. Diesmal stellte er sich allein den Fragen der WSJ-Kolumnisten Kara Swisher und Walt Mossberg über die Auseinandersetzung mit Adobe über Flash, die Selbsttötungen beim Apple-Fertiger Foxconn, das iPad und die Beziehungen zu Google.

Jeder Tablet-Computer, der mit einem Eingabestift bedient werden müsse, sei ein Fehler, sagte Jobs. Auch könnten sie nicht mit einem PC-Betriebssystem betrieben werden. Der Apple-Chef glaubt, dass Tablet-Computer Notebooks ablösen könnten. Einigen Menschen werde aber angesichts dieses Gedankens unbehaglich, zumal der PC die Menschen schon so lange begleitet haben.

Die mögliche Entwicklung der Computer verglich Jobs mit dem Straßenverkehr: “Wenn wir eine Agrarnation wären, wären alle Autos Lastwagen, denn die würden am meisten benötigt.” Autos seien mit dem Wachsen der Städte populär geworden. PCs würden ähnlich wie Lastwagen auch weiterhin benötigt, aber nicht mehr von allen. Fortschritte in der Chip- und Softwareentwicklung könnten dafür sorgen, dass auf Geräten wie dem iPad Arbeiten möglich werden, die bisher auf herkömmlichen Computern erledigt werden.

“Wir wollen lediglich gute Produkte herstellen”, sagte Jobs auf die Frage, ob Apple die Auseinandersetzung um das vorherrschende System mit Microsoft verloren habe. “Wir haben uns nie in einem Plattform-Krieg gesehen, vielleicht haben wir ihn deshalb verloren.” Angesichts der zunehmenden Konkurrenz mit Google sagte Jobs, die Produkte des Internetdienstleisters würden nicht vom iPhone und vom iPad verbannt. Entgegen der Vorhaltung Mossbergs, Apple habe mit Siri einen Suchspezialisten übernommen, sagte Jobs, sein Unternehmen habe nicht vor, ins Suchgeschäft einzusteigen. Er würde Siri auch nicht als einen Suchdienstleister beschreiben. Das Unternehmen sei im Bereich künstliche Intelligenz tätig.

Apple habe nicht die größten Ressourcen, deshalb sei man gezwungen, technisch auf das beste Pferd zu setzen, sagte Jobs im Zusammenhang mit der Entscheidung, auf dem iPhone und dem iPad kein Flash zuzulassen. Es gebe bei Apple eine Tradition, möglichst früh auf bald ausgediente Technik zu verzichten, so sei es bei der Floppy-Disk gewesen. Flash habe seine Zeit gehabt, nun sei HTML5 an der Reihe. Auf die Frage, was passiere, wenn die Menschen dennoch Flash verlangten, verwies Jobs auf die Verkaufszahlen des iPad: “Wir haben seit dem Start alle drei Sekunden ein iPad verkauft.”

Jobs hat nach eigenen Angaben vor einigen Jahren die Idee eines Tablet-Computers gehabt und seinen Mitarbeitern mitgeteilt. Ein halbes Jahr später hätten diese ihm ein Display präsentiert, zu dem ein sehr begabter Mitarbeiter eine Nutzeroberfläche konzipiert habe. Jobs habe daraufhin gemeint, dass damit ein Telefon zu bauen möglich sei. Daraufhin sei die Arbeit an einem Tablet-Computer zunächst beiseite gelegt worden. Zu den von seinem Unternehmen veranlassten Ermittlungen zu einem entwendeten iPhone-Prototypen sagte Jobs, einige Menschen hätten ihm geraten, die Angelegenheit einfach laufen zu lassen. Er habe aber auf Basis der Leitbilder seines Unternehmens, die sich in den Jahren nicht geändert hätten, anders entschieden.

Zu Apples Regeln gehöre auch, dass keine Menschen in Applikationen verhöhnt werden dürften, sagte Jobs. Deshalb sei eine iPhone-App des Karikaturisten Mark Fiore abgelehnt worden. Die Regel sei dann geändert worden, Fiore habe in der Zwischenzeit den Pulitzer-Preis gewonnen, die App aber nicht wieder eingereicht. Apple mache Fehler, aber korrigiere sie auch. Die Angelegenheit sei aber derweil an die Öffentlichkeit geraten.

Zu den Selbsttötungen von Mitarbeitern des Apple-Zulieferers Foxconn sagte Jobs, die bislang 15 Fälle lägen immer noch unter dem statistischen Durchschnitt der USA, doch beschäftigten sie Apple sehr. Daher habe das Unternehmen eigene Mitarbeiter und unabhängige Sachverständige dorthin geschickt. Foxconn sei kein Ausbeuterbetrieb. Es gebe dort Gaststätten und Schwimmbäder. Es sei eine ziemlich nette Fabrik.

Seine eigene Aufgabe bei Apple als CEO bezeichnete Jobs als einen der besten Jobs der Welt. Er arbeite mit einigen der talentiertesten Menschen zusammen. In seinem Unternehmen gebe es keine festgelegten Arbeitsgruppen, stattdessen sei Apple wie ein Start-up strukturiert. In dem Sinne sei Apple das größte Start-up der Welt. “Natürlich”, sagte Jobs auf die Frage Mossbergs, ob die Mitarbeiter Kritik übten. “Die besten Ideen müssen sich durchsetzen, egal von wem sie stammen.”

WLAN-Urteil: BGH verlangt “marktübliche” Sicherung von WLANs

03. Juni 2010 von cde

Überraschend schnell hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine schriftliche Begründung zu seinem am 12. Mai verkündeten “WLAN-Urteil“ geliefert. Das oberste deutsche Gericht bestätigte, dass der Betreiber eines Funknetzes als sogenannter Störer für Urheberrechtsverletzungen haftet, die über seinen DSL-Anschluss begangen wurden, wenn er den WLAN-Zugang nicht “marktüblich” abgesichert hat.

Im verhandelten Fall ging es um die Klage eines Musiklabels, das P2P-Tauschbörsen nach illegalen Angeboten eines bestimmten Songs durchforsten ließ. Bei Treffern stellte man Strafanzeige, ließ von der Staatsanwaltschaft den Anschlussinhaber zur ermittelten IP-Adresse herausfinden und mahnte den vermeintlichen Delinquenten ab.

Der Beklagte war in der fraglichen Zeit jedoch in Urlaub. Er hatte erklärt, dass sein Router, eine Fritzbox, von seinem Arbeitgeber ohne aktiviertes Funknetz eingerichtet worden sei. Das Gerät habe sich in einem abgeschlossenen Büroraum befunden, außerdem habe er vor Urlaubsantritt die Sammelsteckdose der PC-Anlage abgeschaltet.

Dem schenkte der BGH genau wie das LG Frankfurt als erste Instanz keinen Glauben. Der Kläger habe die IP-Adresse nach eigenen Angaben immerhin mit einer “zuverlässigen und eingehend überwachten Software” erfassen lassen. Deshalb könne das Gericht davon ausgehen, “dass der WLAN-Router des Beklagten zum fraglichen Zeitpunkt aktiviert war” und der Sammelstecker entgegen seiner Darstellung nicht ausgeschaltet gewesen sein konnte.

Und wenn Privatpersonen einen WLAN-Anschluss in Betrieb nehmen, sei es “zuzumuten zu prüfen, ob dieser Anschluss durch angemessene Sicherungsmaßnahmen hinreichend dagegen geschützt ist, von außenstehenden Dritten für die Begehung von Rechtsverletzungen missbraucht zu werden.” Dieser Pflicht ist der Beklagte dem Gericht zufolge nicht nachgekommen. Er habe die “zum Kaufzeitpunkt marktüblichen Sicherungen” nicht wirksam eingesetzt.

Der Beklagte hatte den aufgedrucken, individuellen WPA-Schlüssel der Fritzbox nicht geändert. Er hätte laut BGH diese 16-stellige, auf der Unterseite der Fritzbox vermerkte Zeichenkombination, sofort durch ein “persönliches, ausreichend langes und sicheres Passwort” ersetzen müssen.

[Update: Hersteller AVM tritt unterdessen seit dem Urteil entstandenen Befürchtungen entgegen, die Fritzboxen seien grundsätzlich nicht sicher und genügten den vom Gericht formulierten Anforderungen nicht. "Aus der Urteilsbegründung geht nicht hervor, ob dem Gericht bekannt war, dass bei einigen Herstellern dieses Passwort bereits ab Werk individuell pro Gerät vergeben wird", teilt AVM dazu mit. Der Hersteller betont, dass die Boxen mit einem individuellen WLAN-Netzwerkschlüssel ausgeliefert werden und damit bereits ab dem ersten Einschalten sicher vor unberechtigten Zugriffen geschützt seien.]

Weil er dieser Plicht nicht nachgekommen ist, sieht ihn der BGH in der sogenannten Störerhaftung. Er hafte aber nicht als Täter, deshalb habe das Musiklabel keinen Anspruch auf Schadenssersatz. Als Störer muss er allerdings dafür sorgen, dass sich die Rechtsverletztung nicht wiederholen kann (Unterlassung). Und weil dieser Anspruch des Klägers gerechtfertigt ist, hat der Beklagte die Kosten für die Abmahnung zu tragen.

In seiner Pressemitteilung vom 12. Mai hatte der BGH noch angemerkt, dass im vorliegenden Fall wohl die seit 2008 gültige Deckelung der Abmahngebühren auf 100 Euro gegriffen hätte. In der Urteilsbegründung fehlt ein solcher Hinweis, sodass die von vielen erhoffte Deckelung auf 100 Euro bei Abmahnungen wegen nur eines Songs nicht vom BGH bestätigt wurde.

DeNIC ändert Whois-Abfragen

03. Juni 2010 von cde

Die DeNIC eG hat einige Änderungen für öffentliche, Kommandozeilen-basierte Whois-Abfragen angekündigt. Über das Whois lassen sich Informationen zum Status von de-Domains abfragen. Ab 29. Juni wird der dafür genutzte Server umgestellt. Anfragen auf diesen Server werden mit einem strikten Limit versehen. Damit sollen Massenabfragen verhindert werden, die unter anderem von professionellen Domainern gestartet werden. Getestet werden kann die neue Whois-Variante ab sofort. Ziel der Umstellungen ist, mehr Benutzerfreundlichkeit zu erreichen, sagte die Sprecherin der DeNIC eG.